• Nina Colette

Anleitung zur optimalen Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Aktualisiert: Juni 18



Mit der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch sind Sie der von Ihnen angestrebten Stelle einen großen Schritt näher gekommen. Ihre Chancen, die Stelle zu bekommen, sind jetzt viel größer. Sie sollten sich allerdings nicht darauf ausruhen, denn jetzt kommt der schwierigste Teil des Bewerbungsprozesses - Sie müssen den Chefarzt und/oder den Personaler richtig von sich überzeugen, damit sie sich für Sie und nicht für einen anderen Bewerber entscheiden.


Wir bekommen sehr oft die Frage: “Wie kann ich mich am besten auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten?”. In diesem Blogbeitrag bekommen Sie ein paar Tipps zur optimalen Vorbereitung auf das Gespräch.


1. Lesen Sie sich die Stellenanzeige ganz genau durch.

Daraus können Sie viele Informationen sowohl über das Klinikum, als auch über dessen Anforderungen an die Bewerber gewinnen. Lesen Sie daher die Stellenanzeige mehrmals vorsichtig durch und überlegen Sie danach, welche Informationen Sie für Ihr Vorstellungsgespräch nutzen können. Das können bestimmte Anforderungen sein, die sehr gut auf Ihre Person zutreffen oder bestimmte Informationen über die Arbeit und die Leistungen, die das Klinikum anbietet. Es kann auch durchaus sein, dass es Punkte in der Stellenanzeige gibt, die nicht klar genug formuliert sind und Fragen ihrerseits hervorrufen. Nutzen Sie das, in dem Sie die Fragen im Vorstellungsgespräch stellen. Das ist ein Zeichen von Interesse und Genauigkeit, was die Arbeitgeber in der Regel sehr zu schätzen wissen.


2. Recherchieren Sie Informationen über das Klinikum, die Abteilung in der Sie sich bewerben und die angebotenen Leistungen.

Dieser Punkt ist besonders wichtig. Sie sollten dem Chefarzt / dem Personaler zeigen, dass Sie wirklich in genau diesem Klinikum tätig sein möchten. Das ist nur der Fall, wenn Sie auch argumentieren können, warum das so ist. Gehen Sie im Vorfeld des Gesprächs mehrmals auf die Internetseite des Klinikums. Merken Sie sich die Namen Ihrer Gesprächspartner (Chefarzt, Mitarbeiter vom Personalbüro und vom Chefarztsekretariat). Wenn Sie gleichzeitig mit dem Interview auch einen Hospitationstag machen, werden Sie höchstwahrscheinlich auch die anderen Mitarbeiter in der Abteilung kennenlernen, ihre Namen sollten Sie auch kennen.


Informieren Sie sich über die Struktur des Klinikums sowie darüber, welche Leistungen im Klinikum angeboten werden und mit welchen Verfahren und Geräten dort gearbeitet wird. Sollten Sie keine Informationen hierfür auf der Internetseite finden, dann notieren Sie sich das als mögliche Fragen, die Sie dem Chefarzt im Bewerbungsgespräch stellen können.


3. Bereiten Sie Ihre Selbstpräsentation vor.

Überlegen Sie genau, wie Sie sich vorstellen und welche Punkte Ihres Lebenslaufes Sie besonders betonen möchten. Gibt es besondere Kenntnisse, über die Sie verfügen? Oder vielleicht besondere Berufserfahrungen oder Tätigkeiten während Ihres Studiums? Ebenso sollten Sie überlegen, welche Punkte nicht so relevant sind und Sie sie deshalb lieber weglassen sollten. Die Selbstpräsentation sollte kurz aber aussagekräftig und auf den Punkt gebracht sein.


4. Verinnerlichen Sie Ihre Bewerbung und Ihren Lebenslauf.

Es ist sehr wichtig, dass das, was Sie im Vorstellungsgespräch sagen, mit den Angaben in Ihrem Lebenslauf übereinstimmt. Wenn Sie widersprüchliche Angaben machen, könnte schnell der Eindruck entstehen, dass Sie nicht die Wahrheit sagen. Sollte es in Ihrem Lebenslauf Lücken geben, bereiten Sie eine Begründung hierfür vor. Es ist nicht tragisch, wenn der Lebenslauf Lücken aufweist, Sie werden aber im Vorstellungsgesprächs mit Sicherheit danach gefragt und sollten eine gute Erklärung dafür parat haben.


5. Bereiten Sie Ihre Antworten auf die häufigsten Fragen vor.

Sie sollten auf jeden Fall gute Antworten auf die Standardfragen vorbereiten. In fast jedem Vorstellungsgespräch wird die Frage gestellt, warum Sie sich für das jeweilige Fachgebiet entschieden haben. Schreiben Sie sich Ihre Antworten auf solche Fragen auf und üben Sie diese ebenso. In unserem Blogbeitrag “Standardfragen im ärztlichen Vorstellungsgespräch” finden Sie weitere Tipps zu den häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch.


Wie Sie mit schwierigen Fragen im Vorstellungsgespräch umgehen, erfahren Sie in unserem Video:


6. Kennen Sie Ihr Fach.

Es kommt zwar selten vor, es kann aber trotzdem sein, dass Ihnen im Vorstellungsgespräch auch fachliche Fragen gestellt werden, insbesondere wenn Sie kein Berufseinsteiger sind, sondern bereits ein paar Jahre Erfahrung mitbringen. Um sich auf solche Fragen vorbereiten zu können, hilft es, sich an die medizinische Fachsprachprüfung zu erinnern und an die Fälle, die Sie dort gelernt haben. Lesen Sie auch ein paar Artikel aus einer medizinischen Fachzeitschrift. Mit solchem Wissen werden Sie mit Sicherheit Pluspunkte gewinnen.


7. Bereiten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen vor und nehmen Sie diese mit zum Bewerbungsgespräch.

Das Klinikum hat zwar Ihre Unterlagen bekommen, es kann aber sein, dass der Chefarzt keine Zeit hatte, diese auszudrucken. Es macht einen sehr guten Eindruck, wenn Sie Ihren Lebenslauf und Ihre Referenzen dabei haben, damit demonstrieren Sie Ihre Professionalität.


8. Trainieren Sie Ihre Körpersprache.

Ihr Gesprächspartner wird (auch wenn das manchmal unbewusst passiert) auf Ihre Körpersprache achten. Eine ruhige Haltung, der gerade Rücken, der Blickkontakt, das freundliche Lächeln und der feste Händedruck zeigen Souveränität und tragen zu einer angenehmen Gesprächsatmosphäre bei.


9. Bereiten Sie Rückfragen vor.

Sie sollten unbedingt Fragen dabei haben und diese auch stellen. Zum Einen, weil Sie damit Interesse signalisieren und zum Anderen, weil das Ihnen hilft, mehr über das Klinikum zu erfahren und beurteilen zu können, ob dieses Klinikum Ihren Vorstellungen entspricht. Auch hier gilt: Überlegen Sie sich gut, was Sie von dem Klinikum interessiert und notieren Sie sich die Fragen. Damit Sie keine wichtige Frage vergessen, können Sie Ihre Notizen mitnehmen. Achten Sie allerdings darauf, dass Sie nicht zu viele Fragen stellen, es sollten nicht mehr als zwei bis fünf Fragen sein.


10. Üben, üben, üben.

Üben Sie das Vorstellungsgespräch, Ihre Selbstpräsentation und Ihre Antworten auf die häufigsten Fragen mit einem Freund / Familienmitglied oder mit Ihrem Personalberater und bitten Sie sie um ein ehrliches Feedback. Das ist sehr wichtig, denn nur so können Sie sich bestmöglich auf das Gespräch vorbereiten. Wenn es niemanden gibt, mit dem Sie üben können, dann nehmen Sie ein Video von Ihrer Selbstpräsentation und Ihren Antworten auf. Das würde Ihnen sehr dabei helfen, sich während des Interviews sicherer und entspannter zu fühlen.


Übrigens: Wenn Sie sich vor Ihrem Vorstellungsgespräch unsicher fühlen, dann können Sie gerne auch mit uns üben. Im Rahmen eines Video-Gesprächs trainieren wir mit Ihnen die wichtigsten Phasen und Fragen für das Bewerbungsgespräch und geben Ihnen weitere individuelle Anleitungen und Tipps. Kontaktieren Sie meine Kollegin Elitsa Seidel von inmed personal, um eine Simulation des Bewerbungsgesprächs zu buchen. Für Vermittlungskandidaten von inmed personal ist diese Leistung komplett kostenlos.


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