• Nina Colette

COVID-19: Aktuelle Informationen und hilfreiche Links für ausländische Ärztinnen und Ärzte

Aktualisiert: Juli 6



Coronavirus-Infektionen und Erkrankungen durch Influenzaviren


Wie Sie bereits wissen, können sich die Symptome der klassischen Influenza und des neuartigen Coronavirus zum Teil sehr ähneln. Damit Sie besser informiert sind, können Sie hier die Hinweise des Robert-Koch-Instituts zur Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19 lesen.


https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/Stakob/Stellungnahmen/Stellungnahme-Covid-19_Therapie_Diagnose.pdf?__blob=publicationFile


Hier finden Sie außerdem einen interessanten Bericht von Professor Dr. August Stich, Chefarzt der Tropenmedizin, Missioklinik des Klinikums Würzburg Mitte und Dr. Martin Hoch, Leiter der Task-Force Infektiologie am LGL über beide Erkrankungsarten.


https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/inhalte/details/news/detail/News/coronavirus-infektionen-und-erkrankungen-durch-saisonale-influenzaviren.html

Wie sollen Sie sich als Arzt verhalten, wenn Sie einen Patienten mit COVID-19-Verdacht untersuchen?


Das Robert-Koch-Institut gibt in seinem Flussschema für Ärzte Anleitungen und Orientierungshilfen zu den Maßnahmen und Testkriterien bei einem COVID-19-Verdacht. Hier geht es zum Flussschema.


https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/inhalte/details/news/detail/News/coronavirus-infektionen-und-erkrankungen-durch-saisonale-influenzaviren.html

Ihre Patienten aufklären


Auch hier, wie bei allen anderen Fällen ist die Empathie und die Aufklärung des Patienten über die bevorstehenden Untersuchungen sehr wichtig. Vor allem bei der aktuellen Situation, kann ein Corona-Virus-Verdacht große Angst, Unsicherheit und sogar Panik bei Ihren Patienten auslösen. Hinzu kommt natürlich auch, dass die Einwilligung des Patienten ohne eine vollständige Aufklärung rechtlich unwirksam ist, was zu späteren rechtlichen Folgen führen könnte. Informieren Sie sich ausführlich darüber, welche Maßnahmen bei einem Verdacht auf das Coronavirus ergriffen werden müssen und klären Sie Ihren Patienten langsam und geduldig darüber auf.

Klären Sie Ihre Patienten auch bei Fragen über die häusliche Quarantäne auf. Hier finden Sie einen entsprechenden Flyer des Robert-Koch-Instituts:


https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene/Flyer.pdf?__blob=publicationFile


Aktuelle Lage in Deutschland


Mittlerweile gibt es bereits in jedem Bundesland bestätigte Infektionsfälle. Die aktuellen Zahlen der bundesweit erfassten und bestätigten Fälle finden Sie im COVID-19-Dashboard des Robert-Koch-Instituts (RKI).


https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4


Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt. Dies betrifft insbesondere die Risikogruppen: die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu.


Was bedeutet die Corona-Pandemie für ausländische Ärzte?


Obwohl das deutsche Gesundheitssystem zu den weltweit stärksten gehört, herrscht in Deutschland bereits seit Jahren ein Mangel an qualifiziertem, medizinischem Personal. Laut der Bundesregierung „können deutsche Kliniken bundesweit zusätzlich mehrere Ärztinnen und Ärzte zusätzlich beschäftigen und die Nachfrage wird immer weiter steigen“. Durch die Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Folgen wird der Bedarf an Rekrutierung von Ärztinnen und Ärzten aus dem Ausland auch nach der jetzigen Krise weiterhin steigen.


Prüfungstermine und erleichterte Voraussetzungen


Die Landesärztekammern einiger Bundesländer, wie z.B. Bayern, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen haben bereits auf die aktuelle Lage reagiert, in dem sie die Voraussetzungen für den Einsatz ausländischer Ärzte etwas erleichtert haben. So werden z.B. unter bestimmten Voraussetzungen befristete Berufserlaubnisse nach der Teilnahme an einer erleichterten Fachsprachprüfung oder gar ohne Fachsprachprüfung erteilt. Dies gilt allerdings nur für ausländische Ärzte, die:


1) bereits einen Antrag auf Erteilung der Approbation / Berufserlaubnis inkl. aller notwendigen Unterlagen (übersetzt und beglaubigt) gestellt haben


2) Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 nachweisen können.


Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass diese Berufserlaubnis nur befristet erteilt wird und die Fachsprachprüfung in jedem Fall nachgeholt werden muss. Außerdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass diese Ausnahmeregelung nur für Ärztinnen und Ärzte gilt, die sich an der Bekämpfung des COVID-19 in Deutschland beteiligen möchten und nicht für diejenigen, die Ihre Weiterbildung als Assistenzarzt beginnen möchten.


Ausländische Ärzte aus der EU können normalerweise gem. §10 Abs. 1 S.2 BÄO keine befristete Berufserlaubnis, sondern nur die Approbation beantragen. Es liegen derzeit noch keine offiziellen Informationen darüber vor, ob auf Grund der aktuellen Krise eine Ausnahme von dieser gesetzlichen Regelung gemacht werden kann.


In einigen Bundesländern, wie z.B. in Nordrhein-Westfalen wurde die Abnahme der Fachsprachprüfungen bei den Landesärztekammern wieder aufgenommen. Auch für die in Hessen, Schleswig-Holstein und Saarland anerkannte Telc B2/C1 Medizin Fachsprachprüfung gibt es wieder Termine.


Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten und hoffen, dass der Artikel für Sie hilfreich gewesen ist.


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