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  • Nina Colette

Prüfungsbericht aus Potsdam - 16. Juli 2020



Ein weiterer Arzt, der meinen Kurs besucht hat, hat am 16. Juli 2020 die medizinische Fachsprachprüfung (FSP) in Potsdam abgelegt und erfolgreich bestanden.


Er war bereits sehr sicher in der deutschen Sprache, hat flüssig gesprochen und hatte die Prüfung schon einmal absolviert, allerdings ganz knapp nicht bestanden. Es lag bei ihm, beim ersten Versuch daran, dass er die Rahmenbedingungen der Prüfung nicht beachtet hat. Der Patient in Versuch eins wurde zu selten mit seinem Namen angesprochen, was dafür sorgte, dass unser Arzt zu wenige Punkte im ersten Teil der Prüfung machte.


Er kannte seinen Schwachpunkt und informierte mich gleich in der ersten Stunde darüber. Nach kurzer Zeit sprach er jeden Patienten, den ich spielte gekonnt oft und in den richtigen Momenten mit Namen an und wurde auch sonst immer sicherer in der Erhebung der Anamnese, wie auch den anderen beiden Teilen.


Bis er schließlich am 16. Juli 2020 in die Prüfung ging und diese erfolgreich bestand.


An dieser Stelle möchte ich Ihnen noch einmal herzlich gratulieren und alles Gute für Ihren zukünftigen Weg in Deutschland wünschen! Sie sind ein fantastischer Arzt, der eine tolle Medizin leistet!


Die Dokumentation


Sehr geehrter Herr Kollege,


wir berichten über unseren gemeinsamen Patienten, Herrn Mustermann, geb. am 01.04.1969, wohnhaft Musterstraße XXX, XXX Musterstadt, der sich vom 16.07.2020 bis zum 22.07.2020 in unserer stationären Behandlung befand.


Hauptdiagnose: Koronare Herzkrankheit. Instabile Angina Pectoris. PCI + 1 Stent in LAD prox. (16.07.2020)


Nebendiagnose: Herzinsuffizienz


Vorerkrankungen:

  • Diabetes mellitus Typ 2 (seit 2010)

  • Arterielle Hypertonie (seit 2010)

  • Hyperlipidämie (seit 2012)

  • Benigne Prostatahyperplasie (seit 2019)

  • Z. n. Zweimalige Plattenosteosynthese der Fraktur von Os malleolus rechts (2008)

  • Z. n. Plattenosteosynthese der Claviculafraktur links (2004)

Aktuelle Anamnese: Der Patient stellte sich wegen einer seit 2-3 Tagen bestehenden, typischen Angina pectoris mit einer Schmerzintensität von 5-6/10 in Ruhe und 7-8/10 unter leichter Anstrengung sowie einer belastungsabhängigen Dyspnoe unter leichter Belastung bei uns vor. Außerdem gab er an, Palpitationen, ein Benommenheitsgefühl und Unterschenkelödeme gehabt zu haben.

Allergologische Anamnese: Wespen, Z. n. Hyposensibilisierungstherapie


Hausmedikation:

  • Aspirin 100 mg 1-0-0-0,

  • Tamsulosin 4 mg 1-0-0-0,

  • Bisoprolol 5 mg 1-0-0-0,

  • Metformin 1000 mg 1-0-1-0,

  • Atorvastatin 20 mg 0-0-0-1,

  • Ibuprofen bei Bedarf

Vegetative Anamnese: Insomnie (Einschlafstörung), erschwerte Miktion


Genussmittel- und Suchtanamnese: Der Patient habe vor 10 Jahren aufgehört zu rauchen. Früher habe er 22 Jahre 1 Schachtel täglich geraucht (“22 p.y.“). Er trinke 4-5 Mal pro Woche Bier.


Familienanamnese: Der Vater habe an einer koronaren Herzkrankheit gelitten, habe einige Bypässe am Herzen gehabt und sei “am Herzen” gestorben. Der Bruder sei an einem Myokardinfarkt gestorben.


Sozialanamnese: Geschäftsführer in einem Autohandel, auf der Arbeit habe er viel Stress, lebe mit seiner Ehefrau und habe 2 Kinder


Ein persönlicher Bericht


Am Anfang des 3. Teils baten die Prüfer, den Fall möglichst kurz vorzustellen. Ich sollte selbst entscheiden, was ich erwähnen will. Ich sagte, dass man unter koronare Herzkrankheit, Pneumothorax, Lungenembolie und Aortendissektion differenzieren muss. Dann musste ich erklären, wie man diese Krankheiten untereinander unterscheiden kann. Anschließend sollte ich in Patientensprache die Pathophysiologie und die Behandlung des Pneumothorax kurz erklären. Am Ende stellten die Prüfer die folgenden Begriffe: Schwindsucht, Spondylolisthesis und Hypothyreose. Das Ergebnis erhielt ich direkt nach dem 3. Teil.


Ein persönliches Feedback zum Kurs


Ich bestand die Prüfung vom zweiten Mal. Das erste Mal bereitete ich mich allein auf die Prüfung vor, aber ich konnte nicht auf alle Kleinigkeiten achten und deswegen bestand ich die Prüfung im Juni nicht, obwohl ich schon über Deutschkenntnisse-C1 verfügte. Ich hatte dann 4 Wochen bis dem nächsten Termin frei und inzwischen entschied ich mich diesmal für die Vorbereitung mit Frau Colette und sie half mir wirklich viel. Am wichtigsten ist während der Prüfung das Gespräch zu kontrollieren und möglichst in Ruhe zu sein. Das kann man mit Frau Colette gut üben. Sie versucht, realistische Prüfungssimulationen zu schaffen und sich die Fehler zu notieren. Am Ende des Gesprächs bekommt man die Sitzungskorrektur und man kann später von diesen Fehlern lernen. Außerdem finde ich die Zeitgliederung in Stunden toll: während der Unterrichte nutzten wir die Zeit nur für das Sprechen, die Briefe schrieb ich immer später, und Frau Colette korrigierte die immer bis zur nächsten Sitzung allein. Wenn ich wollte, konnten wir immer meine Fehler nochmal besprechen, aber wenn mir alles klar war, arbeiteten wir einfach weiter. Deswegen kann man die Zeit sinnvoller nutzen und in Stunden mehr schaffen. Meiner Meinung nach kann man die Prüfung auch allein erfolgreich ablegen, aber mit freundlicher und professioneller Unterstützung kommt man in die Prüfung ruhiger, hat man mehr Erfahrung und infolgedessen sind die Erfolgsaussichten wirklich größer ☺




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